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Gefahrstoffetiketten – das müssen Sie wissen

Der verpflichtende Einsatz von Gefahrstoffetiketten dient der Kennzeichnung chemischer Stoffe bzw.  Gemische gemäß der CLP- bzw. GHS-Verordnung von 2015, welche eine weltweit einheitliche Typisierung vorschreibt. Unterschiedliche, optisch prägnante Gefahrensymbole weisen den Nutzer bzw. Verbraucher auf bestehende Risiko- und Gefahrenfaktoren hin, so beispielsweise hinsichtlich der Produktion, Lagerung, Verwendung und des Transports. Neben den Gefahrenpiktogrammen gibt es einige weitere Bestandteile, die bei der Gestaltung von einem Gefahrstoffetikett beachtet werden müssen. Dazu gehören die spezielle Produktkennung, Gefahren- bzw. Sicherheitshinweise in Form von H- und P-Sätzen (Hazard Statement und Precautionary Statement), Signalworte (Gefahr oder Achtung), EUH-Sätze (ergänzende Gefahrenmerkmale) und die Kontaktdaten bzw. die Anschrift des Herstellers oder Importeurs.

Kleinmengenkennzeichnung und Ausnahmefälle nach CLP

In einigen Fällen ist es nicht möglich, alle CLP Kennzeichnungsangaben als Faltetikett, Anhängeetikett oder äußere Verpackung anzubringen. Laut Artikel 29 der CLP-Verordnung können die Informationen in Ausnahmefällen reduziert werden. Entsprechende Kennzeichnungserleichterungen gelten in der EU, wenn die Verpackung eines Gefahrstoff-Produktes nicht mehr als 125 ml Inhalt hat. Eine weitere Eingrenzung betrifft die Eigenschaft des Stoffes oder des Gemisches, wenn sich diese gegenüber Metallen korrosiv verhalten. In beiden Fällen dürfen Texte zu bestimmten Gefahrenklassen auf dem Gefahrstoffetikett weggelassen werden. Dabei gelten für rein gewerblich genutzte Produkte größere Erleichterungen als für Produkte, die auch von privaten Verbrauchern genutzt werden.

Mit SUMDAT-Datenservice Gefahrstoffetiketten erstellen

Teil des Qualisys SUMDAT-Datenservice ist immer die Bereitstellung von Etiketten nach Gefahrstoffrecht für alle Länder, für die Sie Sicherheitsdatenblätter beauftragen. Wir helfen Ihnen, Gefahrstoffetiketten im Hinblick auf Größe und Format an die Produktverpackung anzupassen. Diese eignen sich nicht nur für die Kennzeichnung von Bulk- und Lagerware, sondern auch als Vorlage mit allen gefahrstoffrechtlichen Informationen für die grafische Gestaltung Ihrer Einzelhandelsverpackung. Im SUMDAT-Sicherheitsdatenservice wird die obig erwähnte Kleinmengenetikettierung optional in Abschnitt 15 des Sicherheitsdatenblattes aufgenommen. Auch das SUMDAT-Gefahrstoffetikett kann auf die Kleinmengenkennzeichnung umgestellt werden.

Informationspflicht gemäß CLP vs. Platzprobleme

Die rechtlichen Anforderungen an Gefahrstoffetiketten sind in der Praxis nur schwer zu erfüllen. Wenn Sie mehrsprachige Etiketten verwenden oder kleinste Mengen (etwa Ampullen oder Tabletten) einzeln verpacken möchten, reicht der Platz oft nicht für eine ideale, einwandfreie Etikettierung aus. SUMDAT-Nutzern steht deshalb nach Anmeldung auf dieser Webseite eine aktuelle Liste an Tipps aus der Praxis zur Verfügung, um eine praktikable Lösung auch für Ihre Kleinverpackung zu finden. Die von Qualisys erstellten Daten werden, wenn nicht anders vereinbart, als Datenbank mit SUMDAT Desktop geliefert. Neben Erstellung von Gefahrstoffetiketten ermöglicht die Anzeigesoftware Bildschirm- und Druckausgabe von unterschiedlichen Dokumentarten, wie Sicherheitsdatenblätter, Betriebsanweisungen, Datenblätter über Inhaltsstoffe, Einstufungsmatrix sowie unterschiedlicher Listen, wie Substanzlisten, Einstufungs-/Kennzeichnungslisten, Gefahrgutlisten, Entsorgungslisten oder Zolllisten.