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CLP und REACH – aktueller Stand

Die Umsetzung des GHS der Vereinten Nationen erfolgt in der Europäischen Union durch die CLP-Verordnung. Das Kürzel steht für Einstufung (Classification), Kennzeichnung (Labelling) und Verpackung (Packaging). CLP wird durch die REACH-Verordnung (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien) ergänzt. Diese regelt die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe ebenso wie die Kommunikation in der Lieferkette. Beide Verordnungen wiederum werden durch regelmäßige Aktualisierungen optimiert. Im Fall von CLP handelt es sich um die ATP („Adaptation to Technical Progress“). REACH gilt auf dem Stand der Verordnung 2015/830. Hier werden Änderungen im Anhang der Sicherheitsdatenblätter festgehalten.

Herausforderungen der Registrierungspflicht nach REACH

Das Inkrafttreten sowie die schrittweise Einführung von REACH konfrontieren die Hersteller und Importeure von Stoffen bzw. Gemischen immer wieder mit neuen Pflichten. Chemieunternehmen, die Stoffe in einer Menge von einer Tonne und mehr im Jahr im Europäischen Wirtschaftsraum herstellen bzw. importieren, sind verpflichtet, diese zunächst bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) zu registrieren. Die Registrierung nach der REACH Verordnung erfolgt durch Übermittlung von Stoffinformationen in Form eines Dossiers, was von den Unternehmen entsprechende Fachkunde voraussetzt. Ohne vorherige Registrierung gilt die Devise „no data, no market“ - in dem Fall sind sowohl die Herstellung als auch die Markteinführung der betreffenden Chemikalie verboten.

11. ATP der CLP Verordnung

Aktuell gilt die CLP Verordnung für Stoffe und Gemische auf dem Stand der 11. ATP. Die Europäische Kommission hat die EG-Verordnung 2018/669 am 16. April 2018 bekannt gemacht. Sie ist ab 1. Dezember 2019 verpflichtend, wobei Lieferanten bereits vor diesem Zeitpunkt gemäß der geänderten Fassung agieren durften. Inhaltlich betrifft die nun elfte Aktualisierung vor allem geänderte Sprachregelungen in Tabelle 3 „Liste der harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe“, enthalten in Teil 3, Anhang VI der CLP Verordnung. Im Vordergrund stehen internationale Anpassungen und Übersetzungen chemischer Stoffnamen mit harmonisierten Einstufungen in alle EU-Amtssprachen. Neue oder geänderte Stoffeinstufungen hingegen sind nicht vorgesehen.

CLP und die künftigen Übergangsfristen

Im Bezug auf die CLP Verordnung gibt es eine Reihe zukünftiger Übergangsfristen, welche unmittelbar zum vorgegebenen Datum zu beachten sind. Diese umfassen:

  • 1.5.2020: CLP: Die 13. ATP (EG-Verordnung 2018/1480) wird für Stoffe und Gemische verpflichtend.
  • 17.10.2020: CLP: Die 12. ATP (EG-Verordnung 2019/521) wird für Stoffe und Gemische verpflichtend. Sie passt die CLP Verordnung an die GHS-Revision 7 an.
  • Die 14. ATP ist noch nicht veröffentlicht. Sie wird neue und geänderte Einstufungen in Anhang VI, sowie neue EUH Sätze enthalten.

Für rechtsverbindliche Interpretationen von REACH und CLP sind die Helpdesks der Länder zuständig. Für Auskünfte steht Ihnen auch Qualisys gerne zur Verfügung.